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Mittwoch, 29. Mai 2024

Das Kreuz vom Herzstein - Ich komme wieder

 

Im August 2010 wurde der Herzstein "missioniert", das heißt, es wurde ein christliches Kreuz auf den Stein gesetzt.


Im September 2010 wurde der Herzstein wieder "befreit", das heißt, irgendjemand hat das Kreuz fein säuberlich wieder deinstalliert.


Der Kreuzsetzer versuchte noch vergeblich die vordere steinerne Herzsteinwand zu zerstören. Danach war
es verschwunden.


So sah die Situation nach der Kreuzentfernung aus:
- die äußere Steinwand der Herzsteinschale wurde beschädigt (siehe unten auf Foto),
- ein Totenkopf "zierte" die Schale
- im Wasser schwammen Exkremente
 

Im Mai 2024 entdeckte ich das Kreuz wieder - es steht jetzt am Großgmainer Gangsteig gegenüber der Bayerisch Gmainer Kirche. Wie mir eine Einheimische berichtete, steht es dort schon seit einigen Jahren.
Hier soll es in Frieden ruhen und uns an diese Geschehnisse erinnern.
 


Nun wacht der Große Untersberggeist  darüber.

Der rote Pfeil am letzten Foto weist auf den heutigen Standort am Großgmainer Gangsteig hin.

Bemerkenswert sind die Orbs bei meinen ersten Fotos am Herzstein.

Sonntag, 6. November 2022

Das Geheimnis der Weißbäche und Schwarzbäche

BergQuellen als Lebensursprünge und Wiedergeburtsorte

Früher machte ich mir wenig Gedanken über die Bedeutung zahlreichen Weiß- und Schwarzbäche in meiner Heimatregion bis mich die Keltenforscher Dr. Georg Rohrecker und Inge Resch-Rauter aufklärten, dass weiß, schwarz, rot in matriachalen Kulturen sakrale Farben waren.
Sie stehen für die Göttinnentrinität
Weiß = Mondgöttin WilBeth = Jungfrau
Rot = Sonnengöttin Borbeth = Reife Frau
Schwarz = Erd- und Todesgöttin AmBeth = Alte Weise
Diese archaischen Symbolfarben finden sich in den Schwarz-/Weiß-Fluren und -Gewässernamen wieder. Hier haben sie sich in das kollektive Unbewusste (Nach C.G. Jung) manifestiert und meiner Meinung nach ein morphogenetisches Feld (nach R. Sheldrake) erzeut.
Ich konnte dies an meiner eigenen Biografie feststellen. So wuchs ich in Bayerisch Gmain auf und der dortige WEISSBACH war in meiner Kindheit, Jugend, als Erwachsener und auch in meiner Reife ein bedeutender Kraftort, der mich viel lehrte (z.B. die Bedeutung des Sonnendurchgangs am Teufelsloch direkt oberhalb des Weißbachs: während die Sonne zu einer bestimmten Zeit zur Wintersonnenwende das Tal „erleuchtet“ und Sonnengöttin und Erdgöttin damit vereinen – und damit Geburt und Tod/Wiedergeburt).
Der SCHWARZBACH, der parallel zum Weißbach in Bad Reichenhall-Schwarzbach fließt, begleitete mich einige Zeit während meiner Reifung und führte zu Veränderungen (Symbolkarte im Tarot für Veränderung = Tod).
Ein eigenartiger Zufall ließ mich für unsere neueste abenteuerliche (zumindest was die Anreise betraf) Recherchetour zu den vergessenen Kraft- und Kultplätzen im Salzkammergut das Schwarzenbachloch und das Weißenbachtal auswählen – vielleicht, weil sie genau gegenüber liegen?
Ich fand beim Schwarzenbachloch am Raschberg oberhalb Bad Goisern (heute als Glücksplatz touristisch beworben) einen geheimen Versammlungsort der Protestanten, der sie dort vor Verfolgung, Vertreibung und Tod schützte und in heutiger Zeit zur Erinnerung als „Toleranzweg“ zur Quellhöhle ausgeschildert ist.
Im Weißenbachtal gegenüber findet sich ein versteckter Thingplatz – also ein Versammlungsort der keltischen Urbewohner – den der Heimatforscher Sepp Aitenbichler als solchen definiert. Der Ort, nahe einer Klause des Weißenbaches gelegen, ist nicht ausgeschildert, dennoch erwartet einem dort im Wald ein uralter imposanter Steintisch mit ebenso imposanten Steinsitzen – fälschlicherweise (O-Ton Aitenbichler) als Kaisertisch auf einer Infotafel ausgewiesen. Etwas weiter entfernt erhebt sich ein kleiner, offensichtlich aufgeschütteter sogenannter Elfenhügel. Auf einer Seite ist noch eine Art Steintreppe erkennbar. Ein kultischer Versammlungsort? Lage und Energie lassen jedenfalls darauf schließen.
Um wieder in meine Heimat und damit die Bioregion Untersberg zurückzukehren möchte ich an dieser Stelle auf bemerkenswerte Analogien zu den hiesigen Weiß- und Schwarzbächen hinweisen.
Das Schwarzbachloch bei Oberjettenberg ist die wichtigste Quelle des Reiteralmgebirges, ihr stärkster Quellaustritt im Tal. Sie liegt direkt unterhalb des Gebietes namens Kirche auf der Hochfläche der Reiteralm, wo sich in einer weiteren Höhle (ebenfalls Kirche benannt) unzählige Petroglyphen befinden – ein Kultort der Frühzeit. Schon am Aufstieg zur Reiteralm liegt ein mächtiger Stein mit Runen-Ritzungen (= Runenstein) und dieser liegt wiederum oberhalb der Schwarzbachquellhöhle, in deren Nähe sich zudem alte und neue Steinkreise zeigen.
In der Quellhöhle selbst haben sich Kulte entwickelt. Nach dem Tod eines Höhlentauchers wurde in einem Höhlenteil eine Art Altarraum (Kruzifix an der Wand / Totenkult) eingerichtet. Im Eingangsbereich wird seit vielen Jahren durch Einbringen und Schmücken eines Christbaums Weihnachten gefeiert. Totenkulte in Resonanz mit der heiligenen Farbe Schwarz und der Erdmutter Ambeth (ethymologischer Ursprung des Begriffes „Anbeten“).
An der Weißbachquelle (auch Wasserloch) am Zwieselausläufer bei Inzell findet sich sogar gegenüber – im Falkenstein – eine Frauenhöhle, die den Überlieferungen nach von den Wildfrauen bewohnt war. Hier bildet die Quellhöhle eine Einheit mit der dort aktiven Göttinnentrinität. Am Nordausläufer des Falkensteins bei Inzell-Burgstall erheben sich zudem die beiden geheimnisvollen Sonnen- und Mondzeremonialhügel.
Um die Resonanzphänomene zu den Weiß- und Schwarzbächen mit ihrem Quellwasser weiter zu dokumentieren und zu untersuchen wäre eine aufwendige Feldforschung notwendig und wäre höchst interessant!
Inwieweit ist das morphische Resonanzfeld (heute noch) wirksam?
Inwieweit verbindet es uns noch mit unseren göttlichen Ursprüngen?
Foto: Bethendarstellung im Südtiroler Meransen auf der Umzugsfahne statt weiß-schwarz-rot hier gelb-rot-blau

Sonntag, 28. November 2021

Verbotene Archäologie


Foto: Der Grabhügel von Hohenfried (links oben sind die Mauern des Grabmals erkennbar, rechts der Einschnitt der archäologischen Grabung)

Ein Begriff, der nicht nur durch ein gleichnamiges Sachbuch bekannt ist, sondern auch eine Wahrheit unserer Bioregion Untersberg darstellt.
Der Grabhügel von Hohenfried ist so ein Ort, der von der regionalen Archäologie missachtet, verborgen und falsch gedeutet wird. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Einrichtung von Hohenfried bestätigte mir vor vielen Jahren, dass am Grabhügel noch im letzten Jahrhundert archäologisch gegraben wurde und dabei Funde gemacht wurden, die als Siedlungs-/Kultspuren zu sehen sind und an die Archäologische Staatssammlung München weitergegeben wurden.

Der regionale „Experte“ wollte von diesen Grabungen nichts wissen. Er selber hatte dort keine Untersuchungen gemacht, daher konnte es auch keine anderen Untersuchungen gegeben haben.
Die beiden Grabungslöcher im Süden und Osten des Grabhügels sind jedoch heute noch zu sehen!
Jener Grabhügel gehört also zu den ungelösten Geheimnissen dieser Gegend. Dabei zählt das dortige Naturschauspiel zu den inzwischen wiederentdeckten Phänomenen. Fast 20 Jahre ist es her, als ich mich mit einem Freund zusammen auf die Forschungsreise zu dem Mythos der Steinernen Agnes und dem Teufelsloch machte. 

Foto: Sonnendurchgang am Teufelsloch



Schon meine Großeltern wussten um die mystischen Geschichten von jenem seltsamen Felsenportal im Schoß der Schlafenden Hexe. Meine Familie besaß zudem eine persönliche Verbindung zu Hohenfried, das ich als Kind oft besuchte.

Schon in dem Namen HOHEN-FRIED klingt etwas Magisches mit. Wie Keltenforscher oder auch die Matriarchatsforscherin Dr. Heide Göttner-Abenroth belegen, sind Namenszusätze mit „Hoch“ und „ „Hohen“ als Hinweise auf Göttersitze zu sehen, wie bei den nahe gelegenen Berchtesgadener Bergen Hochkalter und Hoher Göll und den entsprechenden Mythen belegt wird. Sollten daher auch die eigentlich zusammengehörigen Flure wie die Großgmainer Hochburghöhe und das Bayerisch Gmainer Hohenfried nicht eine ähnliche Bedeutung haben?
Getrennt sind sie „nur“ durch die Landesgrenze Österreich/Bayern. Verbunden sind sie durch den zwei Monate andauernden Sonnendurchgang am Teufelsloch im Lattengebirge (Schlafende Hexe) vom 20. November bis 22. Januar. Dieses Ereignis blieb in den regionalen Mythen erhalten und ist in den verschieden Variationen auch ein gutes Beispiel, wie bedeutende Ereignisse durch kirchliche Einflussnahme umgedeutet bzw. „umgetauft“ und damit christianisiert wurden.
In einer sehr alten topografischen Karte der Region entdeckte ich den Begriff „Toter Mann“ im Bereich des Teufelslochs.
Inge Resch-Rauter schreibt dazu:
“Bei den *Toter Mann*-Fluren ist immer wieder folgende Situation anzutreffen: es sind breite, flache Höhenkuppen mit weitem Rundblick, die von vielen Seiten relativ leicht erreicht werden können.
Sie liegen etwas entfernt von den Ortschaften im freien Gelände.
(...) Analysiert man die beiden Worte des Flurnamens, zeigt sich, dass TOTA die jüngste Form des keltischen Wortes TEUTO ist, (...) und “Volk” im Sinne von “Stamm, Volksstamm” ausdrückt. Bei den Germanen entwickelte sich das von den Kelten übernommene Wort im Laufe der Jahrhunderte zu unserem Wort “deutsch”. Das zweite Wort “Mann” ist auf das keltische MAGOS, Feld, zurückzuführen. TOTA-MAGOS heisst demnach Volks-Feld und bezeichnet den Versammlungsplatz des Volkes, jenen Ort, den die Germanen Thingstätte nannten. An diesem Platze trafen die freien Männer zu Beratungen zusammen, hier wurde Recht gesprochen, erfolgten Stammesentscheidungen.”


Foto: Der Tote Mann bei Bischofswiesen

Das bekannte nahegelegene Bischofswiesener Wanderziel Toter Mann ist hiermit jedoch nicht gemeint. Dort erfüllt es genau jene oben beschriebene Analyse: 
breite, flache Höhenkuppen mit weitem Rundblick, die von vielen Seiten relativ leicht erreicht werden können.
Sie liegen etwas entfernt von den Ortschaften im freien Gelände.


Dieser Begriff im Bereich des Teufelsloches könnte jedoch auch auf ein

Volksfeld hinweisen – vielleicht auf die Hochburghöhe und Hohenfried?
Oder wurde die große landschaftsmythologische Bedeutung als Landschaftsgöttin mit übernatürlicher Ausstrahlung (das leuchtende weibliche Geschlecht) schließlich christlich umgetauft zum Toten Mann?
Kann es sogar sein, dass der Hohenfrieder Grabhügel künstlich geschaffen wurde, aus kultischen Gründen um dort dem Sonnenschauspiel huldigen zu können?
Die spätere Nutzung durch eine norddeutsche (!) Adelsfamilie als Grabhügel mag sich daran noch orientiert haben – oder war die Grabwahl nur Zufall?
Allerdings ist es kein richtiges Grab, sondern nur ein Grabmal. Hier fand also keine Bestattung statt, was jedoch wieder die energetische Bedeutung noch mehr unterstreichen würde.






Untersbergpfarrer Valentin "Voitl" Pfeifenberger

Valentin "Voitl" Pfeifenberger (* 1914   † 2004 ) war von 1956 bis 2004 Pfarrer von Thomatal im Lungau. Er war bekannt für seine ...