Posts mit dem Label Lazarus Gitschner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lazarus Gitschner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 17. Oktober 2023

Portale in die andere Welt

 

MYTHOS UNTERSBERG


Portale in die andere Welt

Am Untersberg gibt es Portale in eine andere Welt, Zeitportale, Dimensionsportale, Andersweltpforten – so heißt es zumindest in den Überlieferungen. Aber so berichten auch Menschen der heutigen Zeit von Erlebnissen, die für sie unerklärbar waren, die sie traumatisierten.
Wenige Zeitzeugen trauen sich offen darüber zu sprechen und befürchten, für verrückt erklärt zu werden.Tatsächlich scheint es, als würden die am Untersberg Lebenden paranormale Vorgänge zu negieren, abzulehnen, ins Lächerliche zu ziehen.
Ein paar Persönlichkeiten haben jedoch den modernen Mythos eines Wunderberges geprägt. Dazu zählen der Dalai Lama, der Prä-Astronautiker Erich von Däniken, der Untersbergpfarrer Herbert Schmatzberger, der SF-Autor Walter Ernsting, der Salzbuger Uhrmacher Heinz Brodig.
In den Sagen wird von der Eisernen Tür bei Hallthurm berichtet, die sich periodisch öffnen soll. Der Reichenhaller Stadtschreibergehilfe Lazarus Gitschner hat in der Mittagsscharte den Zugang ins Berginnere gefunden, das Karlsohr war einst ein Orakelplatz.
Schamanisch Erfahrene bereisen jene mysteriöse Unterwelt auf Grundlage der Trance.
Geomanten und Energetiker vermessen, bestimmen und beschreiben den Genius Loki, den Herzpunkt und weitere Kraftpunkte des Berges.
Doch auch ganz einfache Menschen der Gegenwart haben mir von ihren fantastischen Erlebnissen berichtet, von Begegnungen mit den Andersweltlern, von Visionen.
Künstler setzen ihre Eindrücke in ihre Werke (Skulpturen, Gemälde, Opern, Volksmusik, Ambient) um und geben jenen Portalen Form und Gestalt.
Wo und wann können wir diese Tore sehen und öffnen oder gar durch sie hindurchschreiten?
Da mag es einerseits technische Hilfsmittel geben, wie Tensoren, Pendel, physikalische Messgeräte und andererseits die einfachen Fähigkeiten des Menschen, wie die Intuition oder den sogenannten siebten Sinn.
Es scheint jene Anderswelttore tatsächlich zu geben und hat sie schon immer gegeben. Wir tun uns heute schwer, sie wieder zu finden und zu nutzen - überall auf der Welt, nicht nur am Untersberg.

 


Mittwoch, 15. Februar 2023

Lazarus Gitschner

An all die zeichnerisch Begabten, Künstler, Grafiker oder Visionäre:

Lazarus Gitschner aus der Untersbergsage soll ein Gesicht bekommen!
Lazarus ist neben Kaiser Karl wohl die bekannteste Sagengestalt vom Untersberg. Er soll im 16. Jahrhundert gelebt haben, war Stadtschreibergehilfe von Bad Reichenhall und durfte die Unterwelt des Berges betreten, wo er seine Geheimnisse gezeigt bekam.
In 18 (!) Versionen existiert diese Überlieferung - alle sind sehr ähnlich und geben teilweise präzise Orts-, Zeit- und Namensangaben. Daraus folgere ich seinen möglichen richtigen Namen als "Lazarus Aigner" vom Gitschenhof in Bergheim.
Über die Jahrhunderte hat diese Sage ihre Spuren hinterlassen und hat auch zum Mythos Untersberg beigetragen. Es gibt nur wenige Darstellungen von Lazarus. Eine davon ist ein Bild aus einem alten Sagenbuch, wo Lazarus von einem Untersbergmandl zum Kaiser Karl geführt wird.
Gebt diesem Wesen bitte Gestalt und/oder Gesicht, er hat es verdient! Somit wird jene geheimnisvolle Anderswelt lebendig, lädt zur Kontaktaufnahme ein. Die folgenden Darstellungen sind alten Sagenbüchern bzw. der sogenannten Bilderhandschrift entnommen und entsprechen vermutlich nicht der Realität!
Lazarus (links) mit dem Mönch vom Untersberg, der ihm eine der Untersbergkirchen zeigt
Lazarus (links) mit dem Mönche vom Untersberg, der ihm in den Untersberg einlässt





Dienstag, 20. April 2021

Mysterium Mittagsscharte


Die Mittagsscharte – ein Mysterium mit vielen Besonderheiten


  1. Wegkreuzung:

    2 aufwärts führende Wege aus dem Süden (Thomas-Eder-Steig) und dem Norden (Weinsteig)
    2 abwärts führende Steige vom Salzburger bzw. - Berchtsgadener Hochthron
    kreuzen sich direkt in der Mittagsscharte.


  2. Grenzverlauf:

    Direkt durch die Mittagsscharte verläuft die Bayerisch-Salzburgerische Landesgrenze.
    Neben dem Eingang zur Höhle Steinerner Kaser ist dies an der Felswand in einer Art Felszeichnung dokumentiert. Im selben Bereich fand im 16. Jahrhundert Lazarus Gitschner die Felsinschrift.

  3. Steinerner Kaser 1: Die Hütte

    Der Steinerne Kaser wurde einst für die am Untersberg patrouillierenden Zöllner zur Unterkunft gebaut.
    Seit vielen Jahren hat sie der Salzburger Höhlenverein gepachtet.

    Foto: Steinerner Kaser 1 (Höhle unten) und 2 (Hütte oben)
  4. Steinerner Kaser 2: Die Höhle

    Die wenige Meter unterhalb der Hütte gelegene Höhle bekam denselben Namen.

  5. Energiezentrum:

    Geomanten und Sensitive muten/erfassen hier das Energiezentrum des Berges, den Nullpunkt alles Seins/Lebens, den Übergang von der alltäglichen Realität in die nichtalltägliche Realität (=Anderswelt).
    Eine Art Dimensionsportal soll sich dort alle paar Jahr zum Hohen Frauentag (=Maria Himmelfahrt / 15. August) öffnen. Dies kann ein Hinweis auf eine Art Biorhythmus des Berges sein.
    Auch die Überlieferung vom mythisch-zyklischen 100-jährigen Schlaf deutet in diese Richtung. Sichtbar wird ein
     Pulsieren des Berges durch das Sonnenschauspiel vom 21. Juni (Sommersonnwende) bis zum 15. August (Maria Himmelfahrt). Die kosmische Einstrahlung erfolgt durch den Sonnenlichtstrahl zur Mittagszeit (Namensentstehung!).

    Steinerner Kaser Sonnenschauspiel

  6. Pilger- und Kultzentrum:

    Seit vielen Jahren kommen Pilgern einzeln oder in Gruppen zu Kultzwecken hierher.
    Das Sonnenschauspiel zur Mittagszeit ist dabei der Fokus.

    Medizinrad

  7. Visierort / Himmelsobersvatorium /Monument

    Geomantische Forscher sehen in der Lage der Mittagsscharte den Goldenen Schnitt im Verhältnis zur Oberfläche erfüllt. Auch die geometrische Besonderheit ihrer Form lässt damit eine künstliche Erschaffung vermuten. Diese These wird durch die Mythologie (Sage vom Riesen Abfalter) unterstützt.





  8. Sagenzentrum:
    Lazarus Gitschner, Abfalter, Goldloch, Untersbergmandl

    Am Eingang zu einer Felsenkathedrale bei einer Klamm auf der Hochfläche (=Höhle Steinerner Kaser in der Mittagsscharte). Dort wurde Lazarus von einem Mönch in die Unterwelt/Anderswelt/Spiegelwelt geführt.
    Neben dem mittäglichen Sonnenschauspiel (siehe unter Punkt 5) scheint auch die mitternächtliche Stunde eine große Bedeutung für energetisches Wirken zu haben. Die Überlieferung berichtet vom Erscheinen der Riesen / dem Riesen Abfalter (Wesen mit großen Kräften) aus der Unterwelt in der Mittagsscharte zu dieser Zeit bis zum Morgen, wenn die Sonne über dem Gaisberg im Osten aufgeht.
    Am Goldloch unterhalb der Mittagsscharte wurden künstliche Felsstufen festgestellt. Die Untersbergmandl sollen als Mineraliensucher bergbaukundig gewesen sein und haben wie die Venedigermandl im ganzen Alpenraum Bergbau betrieben.

    Höhle Steinerner Kaser
    Foto: Steinerner Kaser Höhle
  9. Zeitanomaliezone:

    Von der Mittagsscharte über die Kyrilllinie hinab. Im Bereich Mittagsscharte treten zudem Störungen an Geräten (Fotoapparate, Handys) auf.

  10. Spekulation:

    Direkt unterhalb der Mittagsscharte treffen die beiden Großhöhlensysteme Kolowrathöhle und Riesending zusammen. Bei einer vermutlich durch die Speleologie in den nächsten Jahren hergestellten Verbindung ist damit das sogenannte Barbarossa-System erschlossen.

Unterwelt - In der Seele eines Berggeistes

 

Unterwelt – In der Seele eines Berggeistes


Mit Betreten einer Höhle sieht man/frau in die Seele eines Berges. Daher ist die Unterwelt ein Bereich der absoluten Achtsamkeit. Je tiefer uns Höhlengänge führen, desto tiefer blicken wir in (s)eine Seelenwelt. Manche Höhlen geben daher nur kurze Einblicke und sollten für die Begegnung mit dem Berggeist ausreichen. Dazu gehören das Nixloch, das Mausloch, die Illuminatenhöhle, der Steinerne Kaser und die Grasslhöhle.

Altar in der Grasslhöhle

Die überwiegende Zahl der Höhlen sind zudem schwer erreichbar oder technisch sehr anspruchsvoll.
Höhlen sind die Reiche des Unsichtbaren, des Verborgenen. Sie besitzen kein Licht und es herrscht Stille – Attribute, die unsere Sinne fordern und schärfen.
In der heutigen reizüberfluteten Welt sind dies jedoch Erfahrungen, die Transzendenz und Einkehr ermöglichen.
Unterwelten könne auch weitere therapeutische Möglichkeiten bieten, wie z.B. im Salzheilstollen von Berchtesgaden.

Alpenschamanische Rauhnacht mit den Magischen Drei
(Rainer Limpöck, Brigitte Lienbacher, Od*Chi)


Meine erste Höhlenerkundung machte ich mit ca. 10 Jahren mit Freunden im Nixloch. Damals war es Abenteuer pur. Heute bietet das Nixloch - nicht nur für mich - einen schnellen Zugang in ein mystisch-mythisches Reich. Die Sagenforschung erschloss mir viel Unbekanntes. Plötzlich erschienen die geheimnisvollen Zwerge als reale Wesenheiten.
Die Unterwelt ist ein wunderbarer Ort der Begegnung, für Rituale und Zeremonien.
Bei der Speleologie steht noch die Ergründung des sagenhaften Barbarossasystems aus. Es nimmt Bezug auf die Sagenfiguren Karls der Großen und Kaiser Barbarossa, die in den Berg verbannt wurden und dort schlafen (100 Jahre Schlafzyklus!). 
Wenn die Großhöhlensysteme Kolowrathöhle-Windlöcher-Riesending in den nächsten Jahren erschlossen und verbunden sind, öffnet sich eine zusammenhängende Unterwelt von ca. 100 km.
Wurde dies nicht Lazarus Gitschner schon im Mittelalter offenbart?







Untersbergpfarrer Valentin "Voitl" Pfeifenberger

Valentin "Voitl" Pfeifenberger (* 1914   † 2004 ) war von 1956 bis 2004 Pfarrer von Thomatal im Lungau. Er war bekannt für seine ...