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Donnerstag, 12. Oktober 2023

Sonnenzeit in der Bioregion Untersberg

 

Ab November herrscht in der Bioregion Untersberg wieder die magisch-mythische Sonnenzeit, die 2 Monate andauert. Auch meine alpenschamanische Trommelgruppe wirkt in dieser Zeit indoor in einem der ältesten Bauerhöfe der Region. Am 18. November beginnt jene bemerkenswerte Sonnendurchgangszeit am Teufelsloch im Lattengebirge - sozusagen im Schoß der Schlafenden Hexe. Dabei wird ein bestimmtes Gebiet im Tal – zwischen Bayerisch Gmain (Hohenfried) und Großgmain (Hochburghöhe) - bestrahlt.

Das Ereignis (Foto siehe unten) entspricht symbolisch dem Stern von Bethlem,

Der Stern vom Lattengebirge
Der Stern vom Lattengebirge

Weihnacht in der Waldandacht am Untersberg

 
 

denn wenige Tage später - also am 25. November - wird in der Waldandacht, einer kleinen Kapelle zu Füßen des Untersbergs die Christgeburtsmesse gefeiert. Diese Region zählt schon zu dem Zeitanomaliebereich der Kyrilllinie. Es scheint, dass dieses Himmels-/Bergspektakel auf diese besondere Weihnacht hinweist. Und wie es der Untersbergpfarrer vor vielen Jahren heraus gefunden hat, ist dies das wahre Datum von der Geburt Jesus Christus.

Der Untersbergpfarrer  bei seiner Crhistgeburtsmesse in der Waldandacht
                              

Die Überlieferungen berichten von einer Sennerin namens Agnes, die sich mit dem Teufel eingelassen hat und dann versteinert wurde.
Ist jetzt die Zeit ihrer Erlösung gekommen?

Es ist auf alle Fälle die Manifestation einer Art Zeitanomalie – und dennoch ein vom Untersbergpfarrer historisch gut recherchiertes Ereignis.

Eine weitere mythologische Besonderheit kehrt jährlich wieder zum Untersberg: Die Wilde Jagd am 2. Donnerstag im Advent, wenn die Percht mit ihren Begleitern, jedes Jahr an einem anderen geheimen Ort von Hof zu Hof zieht und ihren Kult zelebriert. Aus längst vergessenen Zeit werden damit die Armen Seelen erlöst, werden aufgesammelt und ins Reich der Bergmutter in den Untersberg gebracht.
Mit dem Perchtentag am 6. Januar, womit einst noch der Percht gedacht wurde, enden auch jene geheimnisvollen Rauhnächte.


Bei der Wilden Jagd im Untersbergmuseum

Vorher, am 21. Dezember – zur Wintersonnenwende - ist der Höhepunkt des Sonnenschauspiels am Lattengebirge in der Schlafenden Hexe zu erfahren. Jene landschaftsmythologische Felsenhexe pulsiert an ihrem Höhepunkt, zeigt ihre erwachte Kraft, ihre Fruchtbarkeit und ihr segenspendendes Licht.
Die Kirche missionierte dieses heidnische Event und baute es im Mittelalter in das damalige Münster vom Kloster Sankt Zeno - eine Etage tiefer in Bad Reichenhall - ein. Das faszinierende Sonnenschauspiel ist auch heute noch zu sehen und zu bewundern, auch wenn uns die „Politik“ dahinter inzwischen bewusst wurde.

Das Sonnenauge vom Münster Sankt Zeno                                        Der erleuchtete Hauptaltar

Die Rauhnächte können so in jeder Region einen anderen Zeitraum umfassen. Ich nenne sie daher die „bioregionalen Rauhnächte“, die hier am Untersberg 2 Monate dauern.

Durch die menschliche Zersiedlung der Erde wurden viele der alten Kultplätze und damit auch Kraftorte abgesperrt, vergessen/übersehen oder sogar zerstört.

Was Hohenfried und die Hochburghöhe betrifft, finden auch wir hier Privatbesitz vor, mit Einschränkungen der Besuchsmöglichkeit und der Notwendigkeit, offiziell um Einlass zu ersuchen. Es gibt jedoch auch öffentliche Wege und/oder verborgene Steige, die jeder für sich finden kann. Ich gebe dazu keine Hinweise.

Es erfordert schon einen gewissen Unternehmungsgeist, um an diese besonderen Orte zu kommen – und das ist auch richtig so. Diese Orte wollen respektiert, geachtet und ehrfurchtsvoll erfahren werden, dann können wir dort einkehren, in den Geist von Mutter Erde, in ihren Jahreskreis, in ihre Energie, in ihr Licht.

S̲t̲i̲c̲h̲w̲ö̲r̲t̲e̲r̲:̲

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Samstag, 21. Januar 2023

Der Untersbergblues

Der Untersbergblues (Text siehe unten) gehört seit einiger Zeit zum meinem Repertoire der Alpenschamanischen Rauhnacht im Salzheilstollen Berchtesgaden, allerdings nur in der Trockenvariante - also ohne Musik.

Foto: Alpenschamanische Rauhnacht 2017


Jetzt gibt ihm die Vertonung mit einem ruhigen, melancholischen Rhythmus die passende Stimmung.
In ihm spreche ich einige der besonderen Wesen dieses Zauberberges an:

- die kloana Mandl = die Zwerge des Untersbergs, also die Untersbergmandl
  sie feierten ihren eigenen Gottesdienst zur mitternächtlichen Stunde
- die Percht = die einstige Urmutter der Alpen, die Bergmutter auch Bercht oder Frau Percht genannt,
  zieht in den Rauhnächten mit der Wilden Jagd um den Berg, um die Armen Seelen einzusammeln
- Deifisloch = das Teufelsloch in der Schlafenden Hexe (Lattengebirge) leuchtet zur         
  Wintersonnenwende und zu den Rauhnächten, da tanzen wahrhaft die Geister
- Wuidfraun und Drachen = die Wildfrauen sind die Priesterinnen der Percht, die ihren Segen ins Tal    
  bringen und die Drachen sind die einstigen weisen Glücksdrachen der Region, auch Wächter 




Der Untersbergblues

Wann auf d'Nacht de kloanan Mand'ln
üba de steile Leit'n obi wand'ln
de Kirch'n voi Lichta san'
mit a wunda-schenan G'sang

des is' da Untersbergblues
des is' da Untersbergblues


Wann ma d' Rauhnächt' wiada spiart
de Percht um an Berg ziagt
dann sitz'n d' Oid'n auf da Bank
und erzäihn sich G'schichtn zum Dank

des is' da Untersbergblues
des is' da Untersbergblues

Wann d'Sunna ob'n durch's Deifisloch lacht
hob'n de Leid unt'n 's Feia o'gfacht
und danz'n mid olle guad'n Geista und Drud'n
üba d'Wies'n und Stoana a Rund'n

des is' da Untersbergblues
des is' da Untersbergblues


Wann d'Wuidfrau'n und Drach'n
ihre Zaubasprich mach'n
dann gibt’s auf alle Weg'n
vui Freid' und a an Seg'n

des is' da Untersbergblues
des is' da Untersbergblues


Sonntag, 6. November 2022

Das Geheimnis der Weißbäche und Schwarzbäche

BergQuellen als Lebensursprünge und Wiedergeburtsorte

Früher machte ich mir wenig Gedanken über die Bedeutung zahlreichen Weiß- und Schwarzbäche in meiner Heimatregion bis mich die Keltenforscher Dr. Georg Rohrecker und Inge Resch-Rauter aufklärten, dass weiß, schwarz, rot in matriachalen Kulturen sakrale Farben waren.
Sie stehen für die Göttinnentrinität
Weiß = Mondgöttin WilBeth = Jungfrau
Rot = Sonnengöttin Borbeth = Reife Frau
Schwarz = Erd- und Todesgöttin AmBeth = Alte Weise
Diese archaischen Symbolfarben finden sich in den Schwarz-/Weiß-Fluren und -Gewässernamen wieder. Hier haben sie sich in das kollektive Unbewusste (Nach C.G. Jung) manifestiert und meiner Meinung nach ein morphogenetisches Feld (nach R. Sheldrake) erzeut.
Ich konnte dies an meiner eigenen Biografie feststellen. So wuchs ich in Bayerisch Gmain auf und der dortige WEISSBACH war in meiner Kindheit, Jugend, als Erwachsener und auch in meiner Reife ein bedeutender Kraftort, der mich viel lehrte (z.B. die Bedeutung des Sonnendurchgangs am Teufelsloch direkt oberhalb des Weißbachs: während die Sonne zu einer bestimmten Zeit zur Wintersonnenwende das Tal „erleuchtet“ und Sonnengöttin und Erdgöttin damit vereinen – und damit Geburt und Tod/Wiedergeburt).
Der SCHWARZBACH, der parallel zum Weißbach in Bad Reichenhall-Schwarzbach fließt, begleitete mich einige Zeit während meiner Reifung und führte zu Veränderungen (Symbolkarte im Tarot für Veränderung = Tod).
Ein eigenartiger Zufall ließ mich für unsere neueste abenteuerliche (zumindest was die Anreise betraf) Recherchetour zu den vergessenen Kraft- und Kultplätzen im Salzkammergut das Schwarzenbachloch und das Weißenbachtal auswählen – vielleicht, weil sie genau gegenüber liegen?
Ich fand beim Schwarzenbachloch am Raschberg oberhalb Bad Goisern (heute als Glücksplatz touristisch beworben) einen geheimen Versammlungsort der Protestanten, der sie dort vor Verfolgung, Vertreibung und Tod schützte und in heutiger Zeit zur Erinnerung als „Toleranzweg“ zur Quellhöhle ausgeschildert ist.
Im Weißenbachtal gegenüber findet sich ein versteckter Thingplatz – also ein Versammlungsort der keltischen Urbewohner – den der Heimatforscher Sepp Aitenbichler als solchen definiert. Der Ort, nahe einer Klause des Weißenbaches gelegen, ist nicht ausgeschildert, dennoch erwartet einem dort im Wald ein uralter imposanter Steintisch mit ebenso imposanten Steinsitzen – fälschlicherweise (O-Ton Aitenbichler) als Kaisertisch auf einer Infotafel ausgewiesen. Etwas weiter entfernt erhebt sich ein kleiner, offensichtlich aufgeschütteter sogenannter Elfenhügel. Auf einer Seite ist noch eine Art Steintreppe erkennbar. Ein kultischer Versammlungsort? Lage und Energie lassen jedenfalls darauf schließen.
Um wieder in meine Heimat und damit die Bioregion Untersberg zurückzukehren möchte ich an dieser Stelle auf bemerkenswerte Analogien zu den hiesigen Weiß- und Schwarzbächen hinweisen.
Das Schwarzbachloch bei Oberjettenberg ist die wichtigste Quelle des Reiteralmgebirges, ihr stärkster Quellaustritt im Tal. Sie liegt direkt unterhalb des Gebietes namens Kirche auf der Hochfläche der Reiteralm, wo sich in einer weiteren Höhle (ebenfalls Kirche benannt) unzählige Petroglyphen befinden – ein Kultort der Frühzeit. Schon am Aufstieg zur Reiteralm liegt ein mächtiger Stein mit Runen-Ritzungen (= Runenstein) und dieser liegt wiederum oberhalb der Schwarzbachquellhöhle, in deren Nähe sich zudem alte und neue Steinkreise zeigen.
In der Quellhöhle selbst haben sich Kulte entwickelt. Nach dem Tod eines Höhlentauchers wurde in einem Höhlenteil eine Art Altarraum (Kruzifix an der Wand / Totenkult) eingerichtet. Im Eingangsbereich wird seit vielen Jahren durch Einbringen und Schmücken eines Christbaums Weihnachten gefeiert. Totenkulte in Resonanz mit der heiligenen Farbe Schwarz und der Erdmutter Ambeth (ethymologischer Ursprung des Begriffes „Anbeten“).
An der Weißbachquelle (auch Wasserloch) am Zwieselausläufer bei Inzell findet sich sogar gegenüber – im Falkenstein – eine Frauenhöhle, die den Überlieferungen nach von den Wildfrauen bewohnt war. Hier bildet die Quellhöhle eine Einheit mit der dort aktiven Göttinnentrinität. Am Nordausläufer des Falkensteins bei Inzell-Burgstall erheben sich zudem die beiden geheimnisvollen Sonnen- und Mondzeremonialhügel.
Um die Resonanzphänomene zu den Weiß- und Schwarzbächen mit ihrem Quellwasser weiter zu dokumentieren und zu untersuchen wäre eine aufwendige Feldforschung notwendig und wäre höchst interessant!
Inwieweit ist das morphische Resonanzfeld (heute noch) wirksam?
Inwieweit verbindet es uns noch mit unseren göttlichen Ursprüngen?
Foto: Bethendarstellung im Südtiroler Meransen auf der Umzugsfahne statt weiß-schwarz-rot hier gelb-rot-blau

Mittwoch, 2. November 2022

Anderswelt Untersberg im November

In diesem Monat, ab 20. November, beginnt eine seltsame Zeit in der Bioregion Untersberg – die Sonnenzeit am Teufelsloch in der Schlafenden Hexe. Für 2 Monate scheint die Sonne durch jenes mythisch-mystische Felsenloch im Lattengebirge und bestrahlt dabei eine bestimmtes Gebiet im Tal – zwischen Bayerisch Gmain (Hohenfried) und Großgmain (Hochburghöhe).
Die Überlieferungen berichten von einer Sennerin namens Agnes, die sich mit dem Teufel eingelassen hat und dann versteinert wurde (= Steinerne Agnes).
Ist jetzt die Zeit ihrer Erlösung gekommen?
Mit Beginn der Sonnen(durchgangs-)Zeit am Teufelsloch (= Der Stern von Bethlem wird zum bioregionalen Stern vom Lattengebirge) zeigt sich zudem eine weitere Eigenart dieser Region. Am 25. November wird vom Untersbergpfarrer Herbert Schmatzberger zu Füssen des Untersbergs in einer kleinen Waldkapelle (= Waldandacht) die Weihnacht gefeiert. Es ist die Manifestation einer Art Zeitanomalie – und dennoch von ihm ein historisch gut recherchiertes Ereignis.
Noch eine mythologische Besonderheit kehrt jedes Jahr wieder zum Untersberg: Die Wilde Jagd am 2. Donnerstag im Advent, wenn die Percht mit ihren Begleitern, jedes Jahr an einem anderen geheimen Ort von Hof zu Hof zieht und ihren Kult zelebriert. Aus längst vergessenen Zeit werden damit die Armen Seelen erlöst, werden sie aufgesammelt und ins Reich der Bergmutter in den Untersberg gebracht. Mit dem Perchtentag am 6. Januar, womit einst noch der Percht gedacht wurde, enden auch jene geheimnisvollen Rauhnächte.
Vorher, am 21. Dezember – zur Wintersonnenwende - ist der Höhepunkt des Sonnenschauspiels am Lattengebirge in der Schlafenden Hexe. Jene landschaftsmythologische Felsenhexe pulsiert an ihrem Höhepunkt, zeigt ihre erwachte Kraft, ihre Fruchtbarkeit und ihr Licht.
Die Rauhnächte können so in jeder Region einen anderen Zeitraum umfassen. Ich nenne sie daher die „bioregionalen Rauhnächte“, die hier am Untersberg 2 Monate dauern.
Durch die menschliche Zersiedlung der Erde wurden viele der alten Kultplätze und damit auch Kraftorte abgesperrt, vergessen/übersehen oder sogar zerstört.
Was Hohenfried und die Hochburghöhe betrifft, finden auch wir hier Privatbesitz vor, mit Einschränkungen der Besuchsmöglichkeit und der Notwendigkeit offiziell um Einlass zu ersuchen. Es gibt jedoch auch öffentliche Wege und/oder verborgene Steige, die jeder für sich finden kann. Ich gebe dazu keine Hinweise.
Es erfordert schon einen gewissen Unternehmungsgeist, um an diese besonderen Orte zu kommen – und das ist auch richtig so. Diese Orte wollen respektiert, geachtet und ehrfurchtsvoll erfahren werden, dann können wir dort einkehren, in den Geist von Mutter Erde, in ihren Jahreskreis, in ihre Energie, in ihr Licht.
S̲t̲i̲c̲h̲w̲ö̲r̲t̲e̲r̲:̲
𝙏𝙚𝙪𝙛𝙚𝙡𝙨𝙡𝙤𝙘𝙝
𝙎𝙤𝙣𝙣𝙚𝙣𝙙𝙪𝙧𝙘𝙝𝙜𝙖𝙣𝙜
𝙎𝙘𝙝𝙡𝙖𝙛𝙚𝙣𝙙𝙚 𝙃𝙚𝙭𝙚
𝙎𝙩𝙚𝙞𝙣𝙚𝙧𝙣𝙚 𝘼𝙜𝙣𝙚𝙨
𝘿𝙞𝙚 𝙖𝙣𝙙𝙚𝙧𝙚 𝙒𝙚𝙞𝙝𝙣𝙖𝙘𝙝𝙩
𝘽𝙞𝙤𝙧𝙚𝙜𝙞𝙤𝙣
𝙎𝙖𝙣𝙠𝙩 𝙕𝙚𝙣𝙤 𝙎𝙤𝙣𝙣𝙚𝙣𝙨𝙘𝙝𝙖𝙪𝙨𝙥𝙞𝙚𝙡
𝙒𝙖𝙡𝙙𝙠𝙖𝙥𝙚𝙡𝙡𝙚
𝙃𝙤𝙘𝙝𝙗𝙪𝙧𝙜𝙝𝙤̈𝙝𝙚
𝙃𝙤𝙝𝙚𝙣𝙛𝙧𝙞𝙚𝙙
𝙒𝙞𝙡𝙙e 𝙅𝙖𝙜𝙙
𝙋𝙚𝙧𝙘𝙝𝙩
𝙋𝙚𝙧𝙘𝙝𝙩𝙚𝙣𝙩𝙖𝙜
𝙍𝙖𝙪𝙝𝙣𝙖̈𝙘𝙝𝙩𝙚



Donnerstag, 12. Mai 2022

Das Mosaik der Unterwelt am Untersberg (Unterwelt Teil 4)


Ich erfuhr von einer Reichenhallerin bei unserer Pilgereinkehr an der Irlmaiermadonna von einer Tunnelverbindung zwischen Listsee und Frillensee, was sie von ihrem Vater gehört hatte. Es ist ein weiteres Mosaikteilchen zu jener geheimnisvollen Unterwelt rund um den Untersberg.
Weiters berichtete sie vom Goldlackl am Fuße der Barthlmad am Staufen, einem vergrabenen Goldschatz, der für Notzeiten vorgesehen ist. Das Goldlackl liegt unterhalb bzw. nahe der Goldtropfwand.
Ich erwähnte dazu den Goldenen Zweig bei Staufenbrück (eine Heilquelle) sowie das Goldbründl am Frillensee.
Das Goldbründl am Frillsee Südufer
Diese "goldigen" Hinweise deuten wieder einmal auf einen wahren Kern der Überlieferungen hin.
Auch sprach sie das Staufenloch an, das in ihrer Familie als Wetterorakel bekannt gewesen ist. Die Sonne fällt jedoch nicht durch das Loch wie beim gegenüberliegenden Teufelsloch im Lattengebirge, sondern das Loch wird zu einer bestimmten Jahres- und Uhrzeit bestrahlt. Ich hoffe dazu bald noch mehr Infos zu bekommen.
Bemerkenswert ist vor allem die nun wieder erweiterte Unterwelt:
1. Der Kultschacht am Johannishögl
(Erdenergielinie 4 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Feldkirchen
2. Die Tunnelverbindung von der Plainburg zur Großgmainer Untersbergkirche
(Erdenergielinie 5 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Großgmain)
3. Die verschlossene/verfüllte Krypta von Sankt Zeno
(Erdenergielinie 10 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Sankt Zeno)
4. Die Tunnelverbindung vom Salzburger Dom zum Kloster Nonnberg
(Erdenergielinie 7 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Salzburger Dom)
5. Die Tunnelverbindung vom Listsee zum Frillensee
(Erdenergielinie 11 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Maria Eck)
6. Zugang zur Unterwelt in Maria Gern (geomantisch verifiziert) (Erdenergielinie 1 vom Untersberg-Mittagsscharte zur Untersbergkirche Sankt Bartholomä) 7. Zugang zur Unterwelt in Großgmain (noch nicht verifiziert) (Erdenergielinie 5 oder 10 vom Untersberg-Mittagsscharte zu den Untersbergkirche Sankt Zeno und Großgmain)
Das Staufenloch am Westgrat

Blick vom Listsee hianauf zum Staufenloch
Spiegelung des Staufen-Westgrats im Listsee

Der Frillensee mit dem Goldbründl am Südufer
Wieviel verborgene Unterwelt werden wir in nächster Zeit wiederfinden?
Die von Lazarus Gitschner erfahrenen und überlieferten 12 Tunnelverbindungen zu den Untersbergkirchen werden immer wahrscheinlicher, obwohl ich sie früher völlig bezweifelte!

Sonntag, 28. November 2021

Verbotene Archäologie


Foto: Der Grabhügel von Hohenfried (links oben sind die Mauern des Grabmals erkennbar, rechts der Einschnitt der archäologischen Grabung)

Ein Begriff, der nicht nur durch ein gleichnamiges Sachbuch bekannt ist, sondern auch eine Wahrheit unserer Bioregion Untersberg darstellt.
Der Grabhügel von Hohenfried ist so ein Ort, der von der regionalen Archäologie missachtet, verborgen und falsch gedeutet wird. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Einrichtung von Hohenfried bestätigte mir vor vielen Jahren, dass am Grabhügel noch im letzten Jahrhundert archäologisch gegraben wurde und dabei Funde gemacht wurden, die als Siedlungs-/Kultspuren zu sehen sind und an die Archäologische Staatssammlung München weitergegeben wurden.

Der regionale „Experte“ wollte von diesen Grabungen nichts wissen. Er selber hatte dort keine Untersuchungen gemacht, daher konnte es auch keine anderen Untersuchungen gegeben haben.
Die beiden Grabungslöcher im Süden und Osten des Grabhügels sind jedoch heute noch zu sehen!
Jener Grabhügel gehört also zu den ungelösten Geheimnissen dieser Gegend. Dabei zählt das dortige Naturschauspiel zu den inzwischen wiederentdeckten Phänomenen. Fast 20 Jahre ist es her, als ich mich mit einem Freund zusammen auf die Forschungsreise zu dem Mythos der Steinernen Agnes und dem Teufelsloch machte. 

Foto: Sonnendurchgang am Teufelsloch



Schon meine Großeltern wussten um die mystischen Geschichten von jenem seltsamen Felsenportal im Schoß der Schlafenden Hexe. Meine Familie besaß zudem eine persönliche Verbindung zu Hohenfried, das ich als Kind oft besuchte.

Schon in dem Namen HOHEN-FRIED klingt etwas Magisches mit. Wie Keltenforscher oder auch die Matriarchatsforscherin Dr. Heide Göttner-Abenroth belegen, sind Namenszusätze mit „Hoch“ und „ „Hohen“ als Hinweise auf Göttersitze zu sehen, wie bei den nahe gelegenen Berchtesgadener Bergen Hochkalter und Hoher Göll und den entsprechenden Mythen belegt wird. Sollten daher auch die eigentlich zusammengehörigen Flure wie die Großgmainer Hochburghöhe und das Bayerisch Gmainer Hohenfried nicht eine ähnliche Bedeutung haben?
Getrennt sind sie „nur“ durch die Landesgrenze Österreich/Bayern. Verbunden sind sie durch den zwei Monate andauernden Sonnendurchgang am Teufelsloch im Lattengebirge (Schlafende Hexe) vom 20. November bis 22. Januar. Dieses Ereignis blieb in den regionalen Mythen erhalten und ist in den verschieden Variationen auch ein gutes Beispiel, wie bedeutende Ereignisse durch kirchliche Einflussnahme umgedeutet bzw. „umgetauft“ und damit christianisiert wurden.
In einer sehr alten topografischen Karte der Region entdeckte ich den Begriff „Toter Mann“ im Bereich des Teufelslochs.
Inge Resch-Rauter schreibt dazu:
“Bei den *Toter Mann*-Fluren ist immer wieder folgende Situation anzutreffen: es sind breite, flache Höhenkuppen mit weitem Rundblick, die von vielen Seiten relativ leicht erreicht werden können.
Sie liegen etwas entfernt von den Ortschaften im freien Gelände.
(...) Analysiert man die beiden Worte des Flurnamens, zeigt sich, dass TOTA die jüngste Form des keltischen Wortes TEUTO ist, (...) und “Volk” im Sinne von “Stamm, Volksstamm” ausdrückt. Bei den Germanen entwickelte sich das von den Kelten übernommene Wort im Laufe der Jahrhunderte zu unserem Wort “deutsch”. Das zweite Wort “Mann” ist auf das keltische MAGOS, Feld, zurückzuführen. TOTA-MAGOS heisst demnach Volks-Feld und bezeichnet den Versammlungsplatz des Volkes, jenen Ort, den die Germanen Thingstätte nannten. An diesem Platze trafen die freien Männer zu Beratungen zusammen, hier wurde Recht gesprochen, erfolgten Stammesentscheidungen.”


Foto: Der Tote Mann bei Bischofswiesen

Das bekannte nahegelegene Bischofswiesener Wanderziel Toter Mann ist hiermit jedoch nicht gemeint. Dort erfüllt es genau jene oben beschriebene Analyse: 
breite, flache Höhenkuppen mit weitem Rundblick, die von vielen Seiten relativ leicht erreicht werden können.
Sie liegen etwas entfernt von den Ortschaften im freien Gelände.


Dieser Begriff im Bereich des Teufelsloches könnte jedoch auch auf ein

Volksfeld hinweisen – vielleicht auf die Hochburghöhe und Hohenfried?
Oder wurde die große landschaftsmythologische Bedeutung als Landschaftsgöttin mit übernatürlicher Ausstrahlung (das leuchtende weibliche Geschlecht) schließlich christlich umgetauft zum Toten Mann?
Kann es sogar sein, dass der Hohenfrieder Grabhügel künstlich geschaffen wurde, aus kultischen Gründen um dort dem Sonnenschauspiel huldigen zu können?
Die spätere Nutzung durch eine norddeutsche (!) Adelsfamilie als Grabhügel mag sich daran noch orientiert haben – oder war die Grabwahl nur Zufall?
Allerdings ist es kein richtiges Grab, sondern nur ein Grabmal. Hier fand also keine Bestattung statt, was jedoch wieder die energetische Bedeutung noch mehr unterstreichen würde.






Dienstag, 20. April 2021

Herbst

 

 Wandern im Herbst

Wenn die bunten Blätter der Bäume die Landschaft verzaubern, dann ist es Zeit die Wanderschuhe anzuziehen. Oft beherrschen die Nebelgeister den Tagesbeginn und lassen schon sehnsüchtig auf den Auftritt von Großvater Sonne warten. Einst hatten die Sonnenkultorte noch eine große Bedeutung im Jahreskreis der Menschen. Ihre Plätze waren in Verbindung mit den Energien der Erde (Leylines), den Elementarwesen und dem Genius Loki zu erspüren. Heute haben wir diese Naturverbundenheit verloren und streifen ohne der notwendigen Sensibilität und Sensitivität durch unsere Heimat, suchen nach "Entschleunigung", wollen Rekorde aufstellen oder brauchen technische Hilfsmittel zum Orientieren.

Mit meinen Wanderbüchern möchte ich ein Gespür für die Anderswelt wieder erfahrbar machen, möchte den Zauber der Welt zurück geben:

"Die Wiederverzauberung der Welt beginnt am Untersberg." 
In diesem Zitat von mir steckt der Kerngedanke, den Berggeistern unserer alpinen Heimat wieder mit offenen Herzen begegnen zu können, ihren Quellen und damit ihr Blut als unsere Lebensursprünge zu erkennen, die Höhlen als Seelenorte am Ende der Seelenwege zur Urmutter Percht zu entdecken, das Raunen der Bäume mit ihren Lebensweisheiten wahrzunehmen und die Sonnenschauspiele an den Felsenportalen als wichtige Anzeiger des Jahreskreises zu sehen und zum Festfeiern einzuladen.
Teufelsloch und Drachenloch werden sich in den kommenden Wochen wieder öffnen und werden unsere Augen und Herzen leuchten lassen. Und bis dahin ist Wanderzeit, eine wichtige Zeit für die Seele, um sich am vergangenen Jahr zu erfreuen und Kraft für den neuen Jahreskreis zu sammeln.
Samhain ist der Wendepunkt und Neubeginn - zumindest für unsere keltischen Ahnen hatte dieses Fest noch die Bedeutung.
In meinen Wanderbüchern lade ich euch ein, die Wege der Seelen zu gehen und zu entdecken, was dort alles für die eigene Seele zu finden ist.



Untersbergpfarrer Valentin "Voitl" Pfeifenberger

Valentin "Voitl" Pfeifenberger (* 1914   † 2004 ) war von 1956 bis 2004 Pfarrer von Thomatal im Lungau. Er war bekannt für seine ...