Die Mittagsscharte – ein Mysterium mit vielen Besonderheiten
Wegkreuzung:
2 aufwärts führende Wege aus dem Süden (Thomas-Eder-Steig) und dem Norden (Weinsteig) 2 abwärts führende Steige vom Salzburger bzw. - Berchtsgadener Hochthron kreuzen sich direkt in der Mittagsscharte.
Grenzverlauf:
Direkt durch die Mittagsscharte verläuft die Bayerisch-Salzburgerische Landesgrenze. Neben dem Eingang zur Höhle Steinerner Kaser ist dies an der Felswand in einer Art Felszeichnung dokumentiert. Im selben Bereich fand im 16. Jahrhundert Lazarus Gitschner die Felsinschrift.
Steinerner Kaser 1: Die Hütte
Der Steinerne Kaser wurde einst für die am Untersberg patrouillierenden Zöllner zur Unterkunft gebaut. Seit vielen Jahren hat sie der Salzburger Höhlenverein gepachtet.
Foto: Steinerner Kaser 1 (Höhle unten) und 2 (Hütte oben)
Steinerner Kaser 2: Die Höhle
Die wenige Meter unterhalb der Hütte gelegene Höhle bekam denselben Namen.
Energiezentrum:
Geomanten und Sensitive muten/erfassen hier das Energiezentrum des Berges, den Nullpunkt alles Seins/Lebens, den Übergang von der alltäglichen Realität in die nichtalltägliche Realität (=Anderswelt).
Eine Art Dimensionsportal soll sich dort alle paar Jahr zum Hohen Frauentag (=Maria Himmelfahrt / 15. August) öffnen. Dies kann ein Hinweis auf eine Art Biorhythmus des Berges sein. Auch die Überlieferung vom mythisch-zyklischen 100-jährigen Schlaf deutet in diese Richtung. Sichtbar wird einPulsieren des Bergesdurch das Sonnenschauspiel vom 21. Juni (Sommersonnwende) bis zum 15. August (Maria Himmelfahrt). Die kosmische Einstrahlung erfolgt durch den Sonnenlichtstrahl zur Mittagszeit (Namensentstehung!).
Pilger- und Kultzentrum:
Seit vielen Jahren kommen Pilgern einzeln oder in Gruppen zu Kultzwecken hierher. Das Sonnenschauspiel zur Mittagszeit ist dabei der Fokus.
Visierort / Himmelsobersvatorium /Monument
Geomantische Forscher sehen in der Lage der Mittagsscharte den Goldenen Schnitt im Verhältnis zur Oberfläche erfüllt. Auch die geometrische Besonderheit ihrer Form lässt damit eine künstliche Erschaffung vermuten. Diese These wird durch die Mythologie (Sage vom Riesen Abfalter) unterstützt.
Am Eingang zu einer Felsenkathedrale bei einer Klamm auf der Hochfläche (=Höhle Steinerner Kaser in der Mittagsscharte). Dort wurde Lazarus von einem Mönch in die Unterwelt/Anderswelt/Spiegelwelt geführt.
Neben dem mittäglichen Sonnenschauspiel (siehe unter Punkt 5) scheint auch die mitternächtliche Stunde eine große Bedeutung für energetisches Wirken zu haben. Die Überlieferung berichtet vom Erscheinen der Riesen / dem Riesen Abfalter (Wesen mit großen Kräften) aus der Unterwelt in der Mittagsscharte zu dieser Zeit bis zum Morgen, wenn die Sonne über dem Gaisberg im Osten aufgeht.
Am Goldloch unterhalb der Mittagsscharte wurden künstliche Felsstufen festgestellt. Die Untersbergmandl sollen als Mineraliensucher bergbaukundig gewesen sein und haben wie die Venedigermandl im ganzen Alpenraum Bergbau betrieben.
Foto: Steinerner Kaser Höhle
Zeitanomaliezone:
Von der Mittagsscharte über die Kyrilllinie hinab. Im Bereich Mittagsscharte treten zudem Störungen an Geräten (Fotoapparate, Handys) auf.
Spekulation:
Direkt unterhalb der Mittagsscharte treffen die beiden Großhöhlensysteme Kolowrathöhle und Riesending zusammen. Bei einer vermutlich durch die Speleologie in den nächsten Jahren hergestellten Verbindung ist damit das sogenannte Barbarossa-System erschlossen.
Mit Betreten einer Höhle sieht man/frau in die Seele eines Berges. Daher ist die Unterwelt ein Bereich der absoluten Achtsamkeit. Je tiefer uns Höhlengänge führen, desto tiefer blicken wir in (s)eine Seelenwelt. Manche Höhlen geben daher nur kurze Einblicke und sollten für die Begegnung mit dem Berggeist ausreichen. Dazu gehören das Nixloch, das Mausloch, die Illuminatenhöhle, der Steinerne Kaser und die Grasslhöhle.
Altar in der Grasslhöhle
Die überwiegende Zahl der Höhlen sind zudem schwer erreichbar oder technisch sehr anspruchsvoll.
Höhlen sind die Reiche des Unsichtbaren, des Verborgenen. Sie besitzen kein Licht und es herrscht Stille – Attribute, die unsere Sinne fordern und schärfen.
In der heutigen reizüberfluteten Welt sind dies jedoch Erfahrungen, die Transzendenz und Einkehr ermöglichen.
Unterwelten könne auch weitere therapeutische Möglichkeiten bieten, wie z.B. im Salzheilstollen von Berchtesgaden.
Alpenschamanische Rauhnacht mit den Magischen Drei (Rainer Limpöck, Brigitte Lienbacher, Od*Chi)
Meine erste Höhlenerkundung machte ich mit ca. 10 Jahren mit Freunden im Nixloch. Damals war es Abenteuer pur. Heute bietet das Nixloch - nicht nur für mich - einen schnellen Zugang in ein mystisch-mythisches Reich. Die Sagenforschung erschloss mir viel Unbekanntes. Plötzlich erschienen die geheimnisvollen Zwerge als reale Wesenheiten.
Die Unterwelt ist ein wunderbarer Ort der Begegnung, für Rituale und Zeremonien.
Bei der Speleologie steht noch die Ergründung des sagenhaften Barbarossasystems aus. Es nimmt Bezug auf die Sagenfiguren Karls der Großen und Kaiser Barbarossa, die in den Berg verbannt wurden und dort schlafen (100 Jahre Schlafzyklus!).
Wenn die Großhöhlensysteme Kolowrathöhle-Windlöcher-Riesending in den nächsten Jahren erschlossen und verbunden sind, öffnet sich eine zusammenhängende Unterwelt von ca. 100 km.
Wurde dies nicht Lazarus Gitschner schon im Mittelalter offenbart?